Datum: 16. Oktober 2026 um 17:24 Uhr
Alarmierungsart: DME und Sirene
Dauer: 12 Stunden 6 Minuten
Einsatzart: B3
Einsatzort: Empelde, Am Sportpark
Einheiten und Fahrzeuge:
- FF Benthe: TSF-W, MTW mit Anhänger
- Stadtfeuerwehr Ronnenberg
- Bauhof Stadt Ronnenberg
- Stadtbrandmeister
- FF Gehrden
- FTZ Ronnenberg
- Polizei
- Rettungsdienst
- SEG DRK Empelde
Einsatzbericht:
Die Feuerwehren der Stadt Ronnenberg wurden zum Brand eines leerstehenden Hotelgebäudes in Empelde alarmiert.
Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellten diese vor Ort eine starke Rauchentwicklung und Flammenschein aus den Fenstern eines früheren Hotelgebäudes fest. Dieses frühere Hotelgebäude ist dabei Teil eines größeren Objektes, das unter anderem ein Restaurant und Sportstätten beherbergte. Im Oktober 2023 hatte es hier bereits gebrannt und nur der nun betroffene Gebäudeteil konnte damals geschützt werden.
Ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging zum Innenangriff in das Gebäude vor. Da der Brand bereits auf das Dach des Gebäudes übergegriffen hatte, wurde zeitgleich die Drehleiter zum Außenangriff eingesetzt. Das Feuer breitete sich innerhalb der Dachkonstruktion zügig aus und konnte aufgrund der Bauweise von außen nur schlecht bekämpft werden.
Der Innenangriff musste abgebrochen werden, um die dort eingesetzten Einsatzkräfte zu schützen.
Die Alarmstufe wurde auf „Brand 3“ (B3) erhöht und damit nun die gesamte Stadtfeuerwehr Ronnenberg sowie weitere Einheiten zur Unterstützung alarmiert.
Die Drehleiter der Feuerwehr Gehrden und ein weiteres Löschfahrzeug verstärkten den Außenangriff von der Rückseite des Gebäudes. Im Einsatzleitwagen 2 der Regionsfeuerwehr Hannover trat die Einsatzleitung zusammen und beriet über das weitere Vorgehen. Hierbei kamen auch Drohnen zum Einsatz, die mit ihren Wärmebildkameras einen weiteren Überblick über das Gebäude ermöglichten. Einsatzkräfte des DRK stellten die Versorgung der eingesetzten Einheiten mit warmem Essen und Getränken sicher.
Da es im Einsatzverlauf zu einer starken Rauchausbreitung kam, wurde über die WarnApps des Bundes sowie Rundfunkdurchsagen ab etwa 20:00 Uhr eine Warnung der Bevölkerung ausgesprochen. Diese Warnungen konnten erst am Folgetag gegen 04:30 Uhr aufgehoben werden.
Trotz der Öffnung des Daches über die Drehleiter und einer intensiven Brandbekämpfung kam es zur Ausbreitung des Brandes auf die gesamte Dachfläche und einem späteren Einsturz des Daches.
Die eingestürzten Dachteile wurden im Anschluss aufwändig über die Drehleitern, einen Wasserwerfer und handgeführte Strahlrohre abgelöscht.
Bei der Suche nach Glutnestern unterstützten erneut die Drohnen der Regionsfeuerwehr mit ihren Wärmebild-Aufnahmen. Um ein erneutes Aufflammen zu unterbinden wurde das Obergeschoss ab etwa 02:00 Uhr abschließend mit Schaum abgedeckt.
Gegen 04:15 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung arbeiteten zahlreiche Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz. Ihre persönliche Schutzausrüstung wurde durch die gesundheitsschädlichen Brandgase kontaminiert. An einem eingerichteten Hygieneplatz wurde die kontaminierte Ausrüstung abgelegt und luftdicht verpackt, um sie einer speziellen Reinigung zuzuführen. Im Gegenzug wurde Wechselkleidung ausgegeben. Am Gerätewagen Atemschutz der Regionsfeuerwehr Hannover wurde weitere Atemschutztechnik ausgegeben.
Eingesetzte Kräfte:
– Ortsfeuerwehren der Stadt Ronnenberg mit 116 Einsatzkräften
– Feuerwehr Gehrden mit Drehleiter
– Feuerwehr Region Hannover
– Rettungsdienst, DRK SEG Empelde
– Polizei, Kriminaldauerdienst
– Bauhof Stadt Ronnenberg, Erster Stadtrat Ronnenberg







